Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert - Joel Dicker

 

Klappentext:

 

"Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: Dreiunddreißig Jahre nachdem die ebenso schöne wie geheimnisumwitterte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten. Der berühmte, zurückgezogen lebende Schriftsteller Harry Quebert steht plötzlich unter dringendem Mordverdacht"

 

Der Roman von Joel Dicker, erschienen im Piper Verlag, hat mich vom ersten Wort an, buchstäblich aus den Socken gehauen. Ich habe keine Angst vor "dicken Wälzern", ganz im Gegenteil, je mehr desto eher kaufe ich das Buch. Und die rund 723 Seiten haben sich voll und ganz gelohnt. Gleich vorweg, dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.

 

Zur Handlung:

 

Marcus Goldman ist "DER" angesagte Schriftsteller und hat es mit seinem ersten Roman bis ganz nach oben geschafft. Nun ist er mitten in einer "Schaffenskrise" angekommen, aus der er nicht mehr herausfindet. Die leeren Seiten lassen sich nicht füllen und aus seinem Kopf wollen  keine neuen Ideen sprießen. In dieser schrecklichen Verfassung (und mit einem Knebelvertrag seines Verlages im Rücken) findet er zurück zu seinem alten Freund Harry Quebert und hofft bei ihm, in dessen idyllischem zuHause aus seiner Krise herauszufinden und von seiner "Autorenkrankheit" geheilt zu werden.

Harry Quebert hatte 1975 selbst seinen ersten großen Erfolg mit dem Buch "Der Ursprung des Übels".

Im Hause des "berühmten, zurückgezogen lebenden" Schrifstellers in dem kleinen Städtchen Aurora stößt er beim Stöbern in dessen Bibliothek auf versteckte Liebesbriefe und entdeckt die innige heimliche Liebesgeschichte zwischen seinem Freund und Nola. Dem Mädchen, welches 1975 auf unerklärliche Weise verschwand.

Kaum wieder zurück in New York erfährt Marcus das im Garten von Harry Quebert die Leiche von Nola gefunden wurde. Nach 33 langen Jahren kehrt sie als Skelett in Queberts Blumenbeet zurück. Harry landet unter Verdacht in Untersuchungshaft und Marcus begibt sich zurück nach Aurora, um seinem Freund beizustehen. Er beginnt selbst Nachforschungen anzustellen, welche ungeahnte Wahrheiten ans Licht bringen und gefährliche Situationen nach sich ziehen.....

 

 Meine Meinung:

 

Dieses Buch gehört zu den Büchern, die einen Ehrenplatz in meinem Regal finden. Man kann es kaum aus der Hand legen und eigentlich will man es in einem Zug verschlingen. Ich kam leider nicht dazu, es an einem Stück durchzulesen, weil es meine Zeit einfach nicht zulässt, aber wenn man weiter liest, findet man sich sofort wieder mitten in Aurora an Marcus Seite und neben Harry, der einem mit seiner Liebe zu Nola mitten ins Herz trifft. Joel Dicker schreibt in einer einfachen verständlichen Sprache, in einem spannenden Stil. Die Geschichte spielt im Jahre 2008, mit Rückblicken nach 1975, wo man unter anderem erfährt wie Nola und Harry zueinander gefunden haben, wie die Menschen in Aurora "ticken" und welche Geheimnisse, Wünsche und Träume vertuscht, gelebt und gewünscht wurden. Die Zeitsprünge sind keines Falls verwirrend und man findet sich sofort in den Jahren zurecht.

Das einzige, bzw. die einzige, die mich genervt hat, war die Mutter von Marcus Goldman, die Figur war so überzogen dämlich dargestellt, das ich hier oft überlegen musste, in welchem Jahrhundert diese Frau lebt ;-)

Wie schon erwähnt, dieses Buch bekommt die volle Punktzahl weil es einen mit seiner Story in seinen Bann zieht. Es ist eine Mischung aus Krimi und Liebesroman. Joel Dicker setzt nach und nach alles Puzzleteile zusammen und man will einfach erfahren, wie die Geschichte endet. Der Roman ist spannend, packend und ein Muss für alle, die gute Bücher genießen wollen.

Viel Spaß dabei!

 

 

 

 

 

 

 

Der Ruf des Kuckucks – Robert Galbraith

 

 

Klappentext:

 

 

„Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel – ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen. „

 

Erscheinungsdatum 06.10.2016 Blanvalet

 

 

 

Zur Handlung:

 

Das berühmte Fotomodel Lula Landry wird tot auf der Straße vor Ihrem Haus aufgefunden, die Polizei geht von einem Selbstmord aus, sie soll vom Balkon ihrer Wohnung gesprungen sein. Ihr Stiefbruder glaubt an Mord und engagiert den verschuldeten, etwas abgehalfterten, kriegsversehrten Privatdetektiv Cormoran Strike, den er aus Kindertagen kennt. Dieser steckt zur Zeit in einer Lebenskrise, wohnt wegen der Trennung seiner großen Liebe Charlotte in seinen Büroräumen, geht zum Duschen auf den nächstgelegenen Uni-Campus, leidet unter seiner Kriegsverletzung, die er sich in Afghanistan zugezogen hat und kann seine Rechnungen nicht bezahlen, geschweige denn eine Sekretärin. Da kommt Robin wie gerufen, die durch eine Vermittlungsagentur zum Probearbeiten geschickt wird. Die beiden lernen sich mit einem großen Knall kennen und finden schnell berufliche Begeisterung füreinander. Robin ist frisch verlobt und in ihrer neuen Heimat London auf der Suche nach einem Job. Ihre heimliche Leidenschaft sind Privatdetektive und sie ist überglücklich auf Strike getroffen zu haben, auch wenn ihr anfangs alles recht suspekt vorkommt. Cormoran beginnt mit seinen Ermittlungen und lernt schnell, wie hilfreich Robin für ihn dabei ist. Er taucht ein in die Welt der              Papparazzi, Reichen und Schönen und gerät dabei selbst in Gefahr.

 

 

Meine Meinung:

 

Den Klappentext ein paarmal durchgelesen, wollte ich erst nicht so recht ran an dieses Buch, nicht noch ein Ermittler, der irgendwelche privaten Probleme hat, dazu noch einer, der in der Armee gedient hat, womöglich kommen noch politische Sequenzen in dem Buch vor, solche Themen mag ich nicht.

 

Ich habe mir das Buch dann doch gekauft, mir gefiel die gebundene Ausgabe sehr gut, und nachdem dann auch ich endlich mal dahinter kam, dass sich J.K. Rowling hinter dem Pseudonym Robert Galbraith verbirgt, musste ich dieses Buch unbedingt haben.

 

Man kann die Harry Potter Reihe natürlich nicht mit diesem Krimi vergleichen, aber wie auch bei J.K. Rowling fühlte ich mich pudelwohl beim Lesen von Der Ruf des Kuckucks, wohlig eingehüllt in spannende Worte, eintauchen in Londons Welt gespickt mit den magischen Worten, die man beim Lesen fühlen kann, wenn Frau Rowling schreibt.

Ich mochte den Ermittler Cormoran Strike auf Anhieb, und gerade wegen der ganzen Ermittlerarbeit konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Mit der Figur der

Robin dazu gibt es hier ein neues sympathisches Ermittlerpärchen, von dem man hoffentlich noch viele spannende Fälle erwarten kann.

Was ich immer wieder gerne mag, ist wenn man am Ende erst erfährt, wer der Mörder ist!

 

 

Für wen ist das Buch geeignet?

 

Für alle, die gerne "echte" Krimis lesen, Krimis in denen es kein „blutiges Gemetzel“ gibt, Krimis in denen ermittelt wird,

Krimis, die erst am Ende „aufgelöst“ werden, und dadurch bis zum Schluss spannend bleiben.  Leser, die das

"gute alte Detektivspiel" mögen.

 

Passend für mich zu diesem Krimi wäre ein gemütlicher Ohrensessel, eine Tasse Tee und verregnetes Wetter.

Egal ob Jugendbuch oder Erwachsenenbuch, Frau Rowling kann auch Krimi und gehört ab sofort zu meinen Lieblingskrimiautoren. Mit gutem Gewissen kann ich auch den jungen Fans von ihr dieses Buch empfehlen. 

 

Ich freue mich schon unendlich auf Band 2 und 3, die ich mir unbedingt kaufen muss!

Viel Spaß dabei!